20
Mar
09

oh bonus mio

jumprevo1

Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Derzeit stehen die USA unter Boni-Schock. Schon wieder, denn schon Ende Januar, als die NY Times über 18 Milliarden an der Wall Street bezahlten Boni für 2008 berichtete, polterte Obama, es sei “shameful”, und die “folks on Wall Street, die um Hilfe bitten, müssten ein bisschen Zurückhaltung zeigen, und ein bisschen Disziplin, und ein bisschen Verantwortungsbewusstsein”…

All dies hinderte den Versicherungskonzern AIG nicht daran, trotz Staatshilfen in Höhe von über 170 MILLIARDEN Dollar Boni von rund 1.2 Mrd. USD für 2008 auszubezahlen. Dass die Banker ohne Finanzhilfe auf der Strasste stünden und nicht mal mehr ihren Fixlohn kriegen würden, scheint ihr Selbstverständnis nicht anzukratzen.

Die Begründung, die Boni seien notwendig, um ein Abwandern der besten Kräfte zu verhindern, ist angesichts des angerichteten Scherbenhaufens in Finanz und Wirtschaft geradezu lächerlich. Weiteres Argument: diese Boni könnten nicht verhindert werden, da sie auf bestehenden Verträgen basierten. Dem mag so sein. (Dabei hätte  die Finma durchaus ein Wörtchen mitreden können, doch sie gab der UBS ihren Segen – sogar für vertraglich NICHT zugesicherte Boni…).

Nun, hierzulande wurde ein bisschen reklamiert, ein bisschen demonstriert, viele Kommentare auf den Nachrichten-Websites gepostet – das war’s. In den USA wurde jedoch sofort eine Steuer von 90% auf diese Boni gefordert – und vom Kongress bereits abgesegnet! Von diesem Pragmatismus könnte man sich in der Schweiz durchaus ein Scheibchen abschneiden…


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